Bei der
Gestaltung von Contents sollen die folgenden Prinzipien berücksichtigt
werden:
Aus dem Erlass des Bildungsministeriums Zl. 16.700/164-II/8/03
- richtig
Die Inhalte der Module sind fachlich richtig und entsprechen dem
neuesten Stand der Wissenschaft. Das zu vermittelnde Wissen wird von
unterschiedlichen Standpunkten beleuchtet und regt zu kritischer
Auseinandersetzung mit dem Lernstoff an. Es wird zwischen Fakten und
deren Wertung unterschieden. Die gesellschaftliche Relevanz der
Lehrinhalte wird aufgezeigt.
- strukturiert
Die Module weisen eine klare und für den Lerner erkennbare modulare
Struktur auf. Sie sind an Lernzielen orientiert, die dem Lerner
kommuniziert werden und auf die immer wieder Bezug genommen wird. Dem
Lerner selbst wird Verantwortung für die Setzung von Schwerpunkten bzw.
den Weg durch den Lernstoff übertragen (selbstgesteuertes Lernen).
- emotional
Der Lerner wird persönlich angesprochen und motiviert, die Arbeit mit
dem Modul zu beginnen und sie nicht abzubrechen. Dazu dienen inhaltliche
(Aktualität, Anknüpfen an Vorwissen, Relevanz für den Lerner, etc) aber
auch gestalterische (zielgruppenspezifisches Design, Leitfigur bzw.
Leitmotiv, humorvolle Elemente, etc) Maßnahmen.
- adaptiv
Es wird vorhergesehen, dass Lerner mit unterschiedlichem Vorwissen,
verschiedenen Interessen und Begabungen an die Module herangehen. Dies
kann durch optionale Zusatzangebote an Lernstoff, zusätzliche
Unterrichtsmaterialien und die Möglichkeit, individuelle Wege durch den
Lernstoff zu wählen, berücksichtigt werden. Damit kann eine größere
Zielgruppe angesprochen werden.
- interaktiv
Es werden die interaktiven Möglichkeiten der neuen Medien ausgenützt.
Der Lerner wird zu eigenen Eingaben motiviert und somit immer wieder in
den Lernfortgang einbezogen. Dies wird sowohl zur Steuerung des Weges
durch den Lernstoff wie auch zur interaktiven Überprüfung des
Lernfortschritts genutzt.
- kommunikativ
eLearning heißt nicht notwendigerweise individuelles Lernern. Die
Lernmodule sollen auch Kommunikation und Kooperation unter den Lernenden
anregen. Die Möglichkeit zur Rückmeldung von Verbesserungsvorschlägen an
den Autor des Moduls dient zur Qualitätssteigerung zukünftiger
Versionen.
- reflexiv
Die Module beinhalten auch Übungs- und Testsituationen, damit die
Lernenden eigene Schwachstellen und Wissenslücken erkennen können. Der
Lernerfolg wird kontinuierlich überprüft und festgehalten. Die
Testsituationen sind variantenreich, dem abzufragenden Lernstoff
angepasst und regen zu analytischem Denken an.
- explorativ
Entdeckendem Lernen wird der Vorzug gegenüber vorgegebenem Faktenwissen
gegeben. Die Lernenden werden angeregt, Fragen zum Lernstoff zu
formulieren und deren Antworten selbst herauszufinden. Dazu dienen
zusätzliche Materialien, die Anregung zum Arbeiten mit externen Quellen
und entsprechende methodische Anleitung.
- standardisiert
Die Lernmodule entsprechen in technischer Hinsicht dem
IMS Standard. Damit wird ihre Einbindung in Lernplattformen unter
Beibehaltung des vollen Funktionsumfangs sichergestellt. Es werden auch
die gängigen Standards der Benutzerführung, der Seitengestaltung und
der Adaption für Menschen mit Behinderungen berücksichtigt. Die
Kategorisierung sowie die Beschreibung mit Metadaten entsprechen den vom
bm:bwk herausgegebenen Standards.
- rechtskonform
Die Module enthalten alle notwendigen formalen Elemente (Autor,
Impressum, etc). Bei Verwendung von Lernmaterialen (z.B. Texte, Bilder,
Ton- und Videoinformationen) sind die Normen des Urheberrechtsgesetzes
und anderer einschlägiger Rechtsbestimmungen zu berücksichtigen. Mittel
dazu sind Einholung der Zustimmung des Autors, richtiges Zitieren und
Verwendung von Links zum Ursprungsort der Daten. Die Module entsprechen
den österreichischen Unterrichtsgesetzen, insbesondere den für die
Zielgruppen relevanten Lehrplänen.