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Optische Täuschungen lassen sich
in verschiedene Klassen einteilen.
Doppeldeutigkeit:
Jedes Bild, das auf der Netzhaut entsteht,
ist mit unendlich vielen Möglichkeiten, hinsichtlich
Form, Größe und Entfernung, deutbar. Trotz der vielen verschiedenen Möglichkeiten, mit
denen wir ein Objekt in einem Raum wahrnehmen könnten, sehen wir meistens nur eine
einzige Lösung.
Eine Ellipse könnte ein geneigter
Kreis, eine nahe kleine Ellipse oder eine weit entfernte und
entsprechend große Ellipse sein. Man sieht an dem einen Beispiel, daß es bereits einige
Möglichkeiten gibt, wie man diese Ellipse wahrnimmt.
Es gibt einige Figuren, die zwischen einigen
Alternativen hin- und herspringen. Die
Wahrnehmung solcher „doppeldeutigen Figuren“ wechselt zwischen unterschiedlichen
Formen, Tiefen und Objekten. Das erstaunliche daran ist, daß, obwohl der Input via Auge
gleich bleibt, sich die Wahrnehmung verändern kann.
Sehr eindrucksvoll ist die Hohlmaske (siehe http://www.michaelbach.de/ot/fcs_hollow-
face/index.html) , die ein normales Gesicht auf der Außenseite zeigt,
innen ist sie hohl. Wenn man
die Innenseite der Maske mit beiden Augen bei normalem Licht betrachtet, erscheint sie wie ein
normales Gesicht mit vorspringender Nase, obwohl sie hohl ist. Dieser Effekt beruht auch darauf,
daß ein Hohlgesicht sehr unwahrscheinlich ist. Wenn die Maske weiter gedreht wird, „klappt“
sie
um und die konvexe Vorderseite erscheint.
Verzerrungen:
Eines der bekanntesten Beispiele dafür
sind die zwei Pfeile (siehe
http://www.michaelbach.de/ot/sze_muelue/index.html
). Es ist gar nicht so einfach die Mitte
herauszufinden. Die Linie mit den nach außen stehenden Pfeilspitzen sieht länger aus, als
eine
gleich lange Linie mit Pfeilspitzen, die nach innen gerichtet sind.
Paradoxa:
Das wahrscheinlich bekannteste Paradox
ist das „unmögliche Dreieck“, ein
dreidimensionales Modell aus Holz (siehe http://home.vr- web.de/mario.prinz/main.html
). Alle
Teile dieses Dreiecks scheinen sich beim ersten Betrachten zu berühren, doch sieht man sich
dieses Objekt aus einer anderen Perspektive an, erkennt man, daß die einzelnen Holzbalken gar
nicht alle miteinander verbunden sind.
Fiktion:
Schatten gehören zu Objekten, obwohl
sie doch recht eigenständig sind. Diese Schatten sind
als visuelle Hinweise so stark, daß sie auch in Abwesenheit von dem eigentlichen Objekt
dessen Wahrnehmung hervorrufen kann. Wenn man sich das Beispiel ansieht handelt es sich
lediglich um Schatten, aber wir sehen die Buchstaben, die diese Formen als Schatten werfen
würden. Das Gehirn erfindet diese fehlenden Objekte aufgrund von zuverlässige Hinweise.
Bild1(psd)
Links zu weiteren Täuschungen:
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