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Diagonalen sind Linien, die aus einer
Bildecke in die
gegenüberliegende verlaufen.
„ (...) diagonal verlaufende Linien
(ergeben) den Eindruck
von Kippen, die Bildgegenstände, die längs einer der
Diagonalen des Fotos angeordnet sind, scheinen zu
gleiten und sich zu bewegen. Infolgedessen ist die
Diagonale die dynamischste aller Linienformen, ein
grafisches Symbol für Bewegung, Tätigkeit und Leben.
(Feininger: Kompositionskurs)
Unter einer Diagonalen versteht man eine
Linie, die von
der linken unteren Ecke zur rechten oberen führt, oder von
der rechten unterer Ecke zur linken oberen. Eine
Diagonale von links unten nach rechts oben signalisiert
eine positive, optimistische Stimmung, eine von links oben
nach rechts unten das Gegenteil, sie wird Gegendiagonale
genannt.
Alle anderen schräg verlaufenden
Linien in einem Bild
nennt man Schrägen. Diagonale Linien bringen Dynamik
und Bewegung ins Bild, sie assoziieren Mobilität und
Fortstreben.
Die Diagonale steht im Spannungsfeld zwischen
der
Horizontalen und Vertikalen. Sie hat etwas von beiden:
Distanz und Nähe und wirkt deshalb sehr harmonisch.
Allerdings führt sie, wenn sie allein steht, das Auge sehr
schnell aus dem Bild hinaus. Deshalb braucht die
Diagonale eine Bindung durch eine waagerechte oder
eine senkrechte Linie, oder auch durch die
Gegendiagonale. Diese entsteht beispielsweise bei der
Aufnahme von Straßenzügen. Die linke und rechte
Häuserfront bilden durch die Perspektivwirkung eine
Diagonale und ihre Gegendiagonale.
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