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Was ist der "Leopoldi-Tag"?
Wer war der heilige Leopold?
Welche Festtermine gibt es am 15. November in Wien?
Wo findet das bekannte "Fasslrutschen" statt?
Wohin verlegte Markgraf Leopold III. seine Residenz?
Mit wem war Leopold III. verheiratet?
Welche Stifte gründete Leopold III. ?
Welche Legende um Leopold III. ist sehr bekannt?
Was ließ Leopold III. am Fundort des Brautschleiers bauen?
Wie hieß die Familie, aus der Leopold III. stammte?
Der heilige Leopold - Markgraf Leopold III. von Österreich - ist Landespatron von Österreich ob und unter der Enns.
Sein Fest am 15. November (Todestag) ist Landesfeiertag in Oberösterreich und Wien, besonders aber in Niederösterreich.

Als traditioneller Altwiener Festtermin wird er mit zahlreichen Leopoldifeiern und Leopoldimärkten begangen.
Besonders bekannt ist der Klosterneuburger Leopoldimarkt - ein Jahrmarkt - mit dem "Fasslrutschen" über das 56.000 Liter fassende "1000-Eimer-Fass" im Stiftskeller.
1985 war das 500-jährige Jubiläum der Seligsprechung Leopolds. Bis dahin war auch das Prägen von Silber-, manchmal Goldmünzen ("Leopoldipfennige") üblich.
Die Stiftskirche von Klosterneuburg ist um Leopoldi auch Ziel zweier Großwallfahrten.
In Zusammenhang mit Leopoldi stehen auch die Leopoldiweinkost sowie der wenige Tage später stattfindende "Geschirrmarkt" (auf dem Haushaltsartikel angeboten werden) und der 1-2 Wochen vorher veranstaltete Leopolditanz (Volkstanzfest).

Leopold III. war mit Agnes, der Tochter des Kaisers Heinrich IV., Schwester Heinrichts V. verheiratet.
Er verlegte seine Residenz nach Klosterneuburg und widmete sich dem Ausbau und dem Wohlstand seines Herrschaftsbereiches.
Die Städte Hainburg, Krems, Tulln und Wien wurden landesfürstlich.
Leopold III. gründete das Stift Seitenstetten und förderte das Stift Klosterneuburg.
Er war so angesehen, dass er nach dem Tod Kaiser Heinrichs V. selbst Kaiser werden sollte. Er lehnte jedoch ab.
Er starb nach einem Jagdunfall († 15. November 1136). Sein Grab in Klosterneuburg wurde zur Wallfahrtsstätte. Bald nach seinem Tode wurde er als "der Fromme" bezeichnet.
1485 wurde er heiliggesprochen.

Bekannt ist die "Schleierlegende":
An ihrem Hochzeitstag, als Leopold III. und Agnes auf dem Balkon ihrer Burg standen, wurde Agnes ihr Hochzeitsschleier durch einen starken Windstoß entrissen und fortgeweht.
Leopold ließ das Gebiet rund um die Burg nach dem Schleier absuchen, aber leider ohne Erfolg. Leopold versprach, wenn der Schleier jemals gefunden werde, am Fundort eine Kirche zu errichten.
Sieben Jahre später, als Leopold auf der Jagd war, fand er den Schleier, der sich in einem Holunderstrauch verfangen hatte. Er war vollkommen unversehrt. An dieser Stelle ließ er das Stift Klosterneuburg erbauen.
Leopold III. war der sechste Markgraf aus der Familie der Babenberger.
Seine Nachfolger waren seine Söhne Leopold IV. und Heinrich II. "Jasomirgott".
Ein weiterer Sohn, Otto, wurde Bischof von Freising. Er war der bedeutendste Geschichtsschreiber des Hochmittelalters.