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Unruhige Zeiten Vom 16. Jahrhundert an kam das östliche Niederösterreich 150 Jahre lang nicht zur Ruhe, da ständig kleinere türkische Einheiten in unser Land einfielen, raubten und brandschatzten. Aber auch ungarische Aufständische beunruhigten unser Gebiet immer wieder. |
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Die Türken unter Sultan Süleyman II. marschierten auf Wien zu. Die Feste Merkenstein konnte jedoch nicht eingenommen werden. Von der Belagerung wissen wir fast nichts. |
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Kasim Beg, ein Unterführer des Sultans, unternahm mit 16 000 Mann leichter Reiterei, den Akindschi, einen Vorstoß nach Niederösterreich. Als er vom Sultan zurück gerufen wurde, versuchte der Feldhauptmann Sebastian Schertlin von Burtenbach, ihm den Rückweg abzuschneiden. Mit seiner Hilfe konnten die Akindschi bei Pottenstein besiegt werden. Sebastian Schertlin von Burtenbach wurde für diesen Sieg vom Kaiser zum Ritter geschlagen. |
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1683 kam es zur Katastrophe. Großwesir Kara Mustafa bereitete einen Großangriff vor. Es kam zur zweiten Türkenbelagerung Wiens. Das ganze Wiener Becken wurde verwüstet und die Bevölkerung ausgerottet. Die Menschen versteckten sich in Erdhöhlen oder flüchteten hinter die starken Mauern von Merkenstein. Die türkischen Soldaten stürmten jedoch die Festung, töteten die Besatzung und die Flüchtlinge, plünderten und steckten die Festung in Brand. |
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| In der "herunderen Capelln" waren die Türkenopfer begraben. |
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Die Folgen des Türkenkrieges 1386 Personen waren im Gebiet der Herrschaft ums Leben gekommen, nur 598 hatten überlebt. In den folgenden Jahren starben noch viele Menschen an Epidemien und Hunger. Alle Häuser der Untertanen waren abgebrannt.
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Die Ruine Merkenstein Merkenstein wurde nicht mehr aufgebaut, der Sitz der Verwaltung wurde nach Gainfarn übertragen. |
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| © Robert Boczek 2003 Volksschule Bad Vöslau |