3 Die Herkunft der Namen
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Das Salbuch

Vor ungefähr 900 Jahren (1136) wurde Gainfarn, Vöslau und Großau zum ersten Mal in einem Buch erwähnt.

Dieses Buch ist das Salbuch im Kloster der Augustiner Chorherren zu Klosterneuburg.

Saalbuch in Klosterneuburg

Das Dorf Vöslau

1136 war Vöslau ein kleines Dorf.

Mittelpunkt war eine Burg mit Wassergraben. Sie wurde erst im 18. Jahrhundert erweitert und ausgebaut.

Die ersten bekannten Besitzer von Vöslau waren die Edelherren von Veselove (z. B. Adololdus, Rudolf, Oudalrich, Wernhard)

Die Familie der Grundherren gab dem Ort Vöslau ihren Namen.

Burg mit Wassergraben
 

Die Familie Poll von Vöslau

Als die Habsburger 1282 ihre Herrschaft über Österreich übernahmen, war Vöslau in den Besitz der «Familie Poll» gekommen. Sie trugen den Beinamen «Vöslauer».

Diese Familie stellte auch den ersten namentlich bekannten Bürgermeister der Stadt Wien.

Schloss Vöslau heute

Gainfarn - der gepflügte Boden am Walde

Der Name «Gainfarn» kommt von den Worten «goin» und «arn» (Wald und Acker), heißt also «gepflügter Boden am Walde».

Mehrere Adelige, Abteien und Klöster besaßen Lehen in Gainfarn.

Im 13. Jahrhundert nannte sich die «Familie von Gainfarn» nach dem gleichnamigen Ort (z.B. "Siboto von Gainfarn" und "Otto von Gainfarn").

Das Rote Kreuz von Großau

Großau

Über Großau wissen wir nur wenig.

Im 14. Jahrhundert befand sich die Herrschaft im Besitz der «Familie von Weitra».

Großau - einst

Merkenstein

Die Herkunft des Namens ist nicht restlos geklärt.

Kommt der Name von bayerischen Besitzern aus «Marquartstein-Grassau»?

Hieß der Erbauer von Merkenstein «Mercho»?

Das Volk erzählte sich viele Geschichten über die Herkunft des Namens. Kennst du einige davon?

Modell von Merkenstein
 
© Robert Boczek 2003
Volksschule Bad Vöslau