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| Die Herrschaft Merkenstein Die Ruine Merkenstein wurde bereits vor 1141 erwähnt. 1486 wurde sie von König Matthias Corvinus von Ungarn erobert. Zur Herrschaft Merkenstein zählte im 16. Jahrhundert außer Gainfarn und Großau die Herrschaft Pottenstein, die Ämter Furth, Muggendorf und St. Veit.
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| Franz von Ficin 1542 wurde die Herrschaft dem Franz von Ficin übergeben. Er war
ein strenger und ungerechter Grundherr, sodass noch bis heute einige Sagen
über den «bösen Ficin» bekannt sind
Er ließ das Buch, in dem sämtliche Pflichten und Rechte der Untertanen und der Herren aufgezeichnet waren, verschwinden. Gleichzeitig erhöhte er die Abgaben der Bauern und forderte immer mehr Robotleistungen. |
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| Ungerechtigkeiten Die aufsässigen Bauern wurden von den Pfarrern unterstützt. Besonders die Familie Ploeckelsteiner aus Muggendorf versuchte, zu ihremRecht zu kommen. Sie flüchtete in ein anderes Herrschaftsgebiet (Araburg), was damals als schweres Verbrechen galt. Die drei Brüder Ploeckelsteiner überfielen Ficin und erschossen sein Pferd. Er selbst konnte fliehen. Die Attentäter wurden nach Neustadt ins Gefängnis gebracht und gehenkt. |
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| Probleme Ficin wurde oft angezeigt, weil er sich um die Burg Merkenstein nicht sonderlich kümmerte, seine Untertanen ungerecht behandelte und oft mit dem Landesfürsten stritt. Obwohl er als Pfleger der Herrschaft eingesetzt war, befand sich die Burganlage in schlechtem Zustand. Die Zahl seiner Untertanen sank ständig. Kaufen wollte er die Burg nicht, weil er schon alt war und keine Kinder hatte. Sein Hauptinteresse galt nur seinem Vermögen. |
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| Die Dietrichstein waren ab 1675 im Besitz von Merkenstein. 1683 wurde die Burg von den Türken zerstört. Das Schloss Merkenstein (von den Architekten Julius Romano und August Schwendenwein für Joachim Eduard Graf Münch-Bellinghausen errichtet) war zu ihrer Zeit eine der bedeutendsten Villen. |
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| Schloss Merkenstein (Modell) | |||
| © Robert Boczek 2003 Volksschule Bad Vöslau |