9. Kapitel - Johann Fries

  

Johann Fries

Johann Freiherr von Fries entstammte einer Patrizierfamilie aus dem elsässischen Mühlhausen.

Er trat in österreichische Dienste ein und übernahm die Verpflegung der Armeen.

Er errichtete einige Musterbetriebe, so z.B. die Messingfabrik in Weissenbach an der Triesting.

Er wurde Direktor der Wiener kaiserlichen Seidenfabriken.

Er prägte den begehrten Maria-Theresien-Taler und handelte damit bis tief in den Orient hinein. Ein Drittel des Gewinns durfte er behalten. So wurde er zum reichen Mann.

Das Bankhaus Fries in Wien war im Orientgeschäft tätig.

Bauwerke

Johann von Fries wurde bald eingebürgert und durfte am Josefsplatz in Wien ein Palais errichten (heute: Palais Pallavicini).

Er ließ auch das Schloss Vöslau umbauen:
Ein riesiger Park im englischen Stil wurde angelegt und mit Statuen, Nischen und künstlich angelegten Grotten verschönert.

Der Weinbau

Johann von Fries brachte die Blaue Portugieser Rebe nach Vöslau. Er begründete dadurch den Ruhm des Vöslauer Weines.

Sein Tod

Johann von Fries starb 1785 bei einem Unfall, der nie gänzlich aufgeklärt wurde.

Die Zaunervasen im Schlosspark

Im Schlosspark befinden sich vier Vasen, die von Franz Anton Zauner (1746 -1822) geschaffen wurden.

Da sie nach 1945 zerstört worden waren, wurden sie restauriert und neu aufgestellt.
Ihre Reliefs symbolisieren die bedeutendsten Flüsse der vier Erdteile. Es sind dies

  • der Nil in Afrika
  • der Mississippi in Amerika
  • die Donau in Europa
  • der Ganges in Asien
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