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Κάναμε ένα ταξίδι ... Griechenland-Kulturreise vom
30.5.-5.6.2005 (eigener Beitrag) Schon
vor der ersten Griechischstunde im September des Jahres 2002 freuten wir alle
uns auf eine gemeinsame Reise, auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht
feststand, wie sie genau aussehen sollte. Wir wussten nur, wir fahren
miteinander fort, das allein zählte ... Es
handelte sich um das erste derartige Projekt an unserer Schule, zeitgleich mit
der Frankreich-Sprachwoche derjenigen Mitschüler, die Französisch als
alternativen Pflichtgegenstand gewählt hatten. Unsere
Gruppe war nur klein: sie bestand aus zwei Schülerinnen der 7. Klasse, ferner Claus,
einem blinden Schüler, gemeinsam mit seiner Mutter, die gleichzeitig auch als
außerschulische weibliche Begleitung für die beiden Schülerinnen mitfuhr, und mir
selbst (eine weitere Schülerin musste kurz vor Antritt der Reise wegen
Krankheit ihre Teilnahme absagen). Die
Erwartungen waren hochgesteckt, so sollte einerseits ein unvergessliches,
prägendes Gemeinschaftserlebnis entstehen, zugleich und besonders eine Kulturreise
im engeren Sinn als Unterrichtsbeitrag zum Erreichen von Lernzielen der
Oberstufe, unter anderem mit folgenden Themenschwerpunkten: Topografie und Landeskunde,
Methoden und Ziele der Archäologie, griechische Inschriften, schließlich Einflüsse
und Weiterwirkung antiker Kultur und Zivilisation auf Architektur, Malerei und
Bildhauerkunst bis in die heutige Zeit. Ausgangspunkt
unserer Tagesausflüge bildete die kleine malerische Hafenstadt Palaia Epidavros, von der aus wir sternförmig
einen Großteil unserer Ziele bequem mit dem Auto erreichten. Wir besuchten
Stätten der mykenischen Epoche (Mykene, Argos, Tiryns, einen Grabhügel sowie
eine gut erhaltene Brücke), der „klassischen“ Zeit (Theater von Epidauros,
Korinth, Akropolis von Athen) und auch des modernen Lebens (Nafplio, Strand von
Toló, Plaka von Athen, Isthmos). In
Athen selbst nahmen wir an zwei Veranstaltungen im antiken Theater des Herodes
Atticus am Fuße der Akropolis teil, und zwar einmal an einer Theateraufführung
(Shakespeares Sommernachtstraum, adaptiert für Kinder) und einmal an einem
Konzert, das, wie sich im Nachhinein herausstellte, zugleich den international vielbeachteten
Höhepunkt der Saison bildete, einen musikalischen Brückenschlag über das
Mittelmeer, und zwar des Jorgos Dalaras,
dessen Lieder in Griechenland jeder kennt, gemeinsam mit der Portugiesin Dulce Pontes: Drei Stunden lang folgte
eine traumhaft schöne und mitreißende Darbietung einer anderen, mit einer Qualität, die niemand von
uns jemals bis dahin erlebt hatte, und in einer umwerfenden Atmosphäre und
Stimmung, die nur noch in dem Moment eine Steigerung im Publikum erfuhr, als Dulce
Pontes einige Lieder mit griechischem Text zu singen begann ... Den
Abschluss unserer Reise bildete ein Ausflug auf die Insel Poros verbunden mit
einer kleinen Bootsrundfahrt. Wir
erlebten allerorts die sprichwörtlich gewordene griechische Gastfreundschaft,
ein Zuvorkommen nicht nur Claus, sondern auch uns als Gruppe gegenüber, wir
bezahlten praktisch keine Eintritte, die Sprache und unser Interesse an der
Kultur des Landes öffneten uns nahezu alle Tore – etwas, was sonst inländischen
Schulgruppen vorbehalten ist. Unser
Dank gilt allen, die zum Gelingen dieser Unternehmung beigetragen haben! |
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