Akzentregeln

 

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Akzentregeln

 

Akzent („Zugesang“, „Betonung“, Lehnübersetzung von ἡ προσῳδία), bezog sich ursprünglich auf die Tonhöhe.

® http://www.oeaw.ac.at/kal/sh/index.htm

 

Allgemein:

Mit wenigen Ausnahmen trägt jedes griechische Wort einen Akzent.

Ein Akzent kann nur auf einer der letzten drei Silben stehen:

ἀνεπήδησα

ἀνεπηδήσαμεν

 

Akut:

kann auf allen drei tonfähigen Silben stehen, sowohl auf langen Silben als auch auf kurzen. Eine Betonung auf der drittletzten Silbe ist nur möglich, wenn die letzte Silbe kurz ist (dabei gelten auslautende -αι und -οι als kurz).

ὁ ἄνθρωπος, τοῦ ἀνθρώπου

οἱ ἄνθρωποι, τῶν ἀνθρώπων

ἔρχομαι

 

Gravis:

kann nur auf der Endsilbe eines Wortes stehen, ersetzt den Akut unter der Voraussetzung, dass kein Satzzeichen folgt:

αὐτὸν ἐρώτησε / ρώτησε αὐτόν.

οἱ Πέρσαι τοὺς Λυδοὺς ἐνίκησαν

 

Zirkumflex:

kann nur auf langen Vokalen (und Diphthongen) und nur auf einer der zwei letzten Silben eines Wortes stehen, auf der vorletzten nur dann, wenn die letzte kurz ist (bzw. kurz gemessen wird). Im letzteren Fall muss er sogar gesetzt werden.

τὸ δῶρον, τοῦ δώρου

ταῦρος, τοῦ ταύρου

αἱ Ἀθῆναι, τῶν Ἀθηνῶν, ταῖς Ἀθήναις, τὰς Ἀθήνας

 

Allgemeines:

Der Akzent finiter Verbformen rückt im allgemeinen möglichst weit von der letzten Silbe weg.

Bei den Nomina unterscheidet man Wörter, die grundsätzlich endbetont sind (ἡ ὁδός, ἡ κεφαλή, καλός, σοφός ...,), sogenannte Oxytona, und solche, deren Akzent nicht auf der letzten Silbe sitzt (ὁ δῆμος, ὁ πολίτης, ὁ φιλόσοφος), Paroxytona oder Proparoxytona.  

 

 

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