Konsonantische Deklination, i-Stämme

 

Substantive auf -ις (Gen.: -εως), meistens Feminina, sehr häufig

Beispiel: ἡ πόλις (die Stadt)

 

 

Sg.

Pl.

Nom.

ἡ πόλις

αἱ πόλεις

Gen.

τῆς πόλεως[1]

τῶν πόλεων[2]

Dat.

τῇ πόλει

ταῖς πόλεσι(ν)

Akk.

τὴν πόλιν

τὰς πόλεις[3]

 

 

Die meisten Wörter dieses Typs sind von Verben abgeleitete Abstrakta, die die jeweilige Tätigkeit als solche bezeichnen, sehr häufig in Fremdwörtern:

Beispiele: ἡ αἴσθησις die Wahrnehmung, ἡ ἀναίσθησις die Betäubung, ἡ ποίησις die Dichtung, ἡ πρᾶξις die Tätigkeit, ἡ διαίρεσις (die Trennung), ἡ μεταμόρφωσις (die Verwandlung), ἡ ἐξέτασις (die Prüfung), ἡ πτῶσις der Fall, ἡ ἐκτίμησις die Wertschätzung, ἡ κατάκτησις die Erwerbung, uvm.[4]



[1] Vertauschung der Quantitäten der letzten beiden Silben, wobei der Akzent auf der ursprünglichen Silbe bleibt - trotz der Grundregel, dass die drittletzte Silbe nur dann einen Akut erhalten kann, wenn die letzte Silbe kurz ist. Außerhalb des Attischen existiert auch τῆς πόληος .

[2] Der Akzent bleibt aus Analogie zum Singular auf der drittletzten Silbe.

[3] Analogie zum Nominativ. Außerhalb des Attischen existiert auch τὰς πόληας

[4] Im Neugriechischen enden dieselben Wörter meistens (außer in bestimmten Phrasen oder gelehrigem Stil) auf -η: η πόλη, η ποίηση, η εξέταση, η πτώση, η εκτίμηση, η κατάκτηση ...